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Dieser Tag begann für alle recht früh. Schon um ca. 09:00 Uhr waren die meisten auf und frühstückten. Die, die gestern Abend noch bis 03:00 Uhr an der Flasche gehangen hatten, hatten zwar etwas Anlaufschwierigkeiten und Bedenken, den anstehenden Tag zu meistern, doch alles sollte gut werden. Zu diesem Zeitpunkt war ja noch nicht abzusehen, dass der Hochzeitstag eine Steigerung um das Vielfache des vorherigen Abends werden sollte...
Nach dem Frühstück *auakopf* luden wir den fertig geschmückten Torbogen auf Klausi's Toyota und fuhren mit Wolfgang, Stefan, Klaus und mir los in Richtung des Weingutes "Buitenverwachting", wo die Hochzeitsfeierlichkeiten stattfinden sollten.
Ich setze mich während der ca. 15 minütigen Fahrt hinten in das geöffnete Fenster, um den Torbogen vor einem eventuellen
katastrophalen Verlust zu sichern.
Auf dem Weingut angekommen, stellten wir den Torbogen auf. Anschliessend fuhren wir in die Mall in Constantia, weil wir noch weisse Tischdecken für die Hochzeitstafeln kaufen mussten... da die Catering-Firma, die die Hochzeit ausrichten sollte, sehr zur Freude der Braut nur schwarze Tischdecken angeliefert hatte... für eine Hochzeit... is klar...
Danach gings es nochmals nach Capetown zum Liquor-Store, um die Weinreserven aufzufüllen, die dem Vorabend zum Opfer gefallen waren (Sorry Klausi (;). Wolfgang und ich sprangen kurz bei Giovanni's rein und kauften ein paar masslos leckere italienische Sandwiches, anschliessend ging es dann wieder zurück nach Hause. Dort packten wir noch ein paar Sachen, die wir für die Hochzeit brauchten und fuhren mit Marc, Carlo, Klaus und mir zum Weingut. Dort trafen wir die letzten Vorbereitungen und machten noch ein paar Kamera-Tests. Gegen 12:00 Uhr trudelten alle restlichen Gäste ein und brachten sich in Position, um die Braut gebührend in Empfang zu nehmen. Um ca. 13:00 Uhr fuhr Yvonne mit ihrem Landrover die Braut mit stolzer Mutter und Tanja, der Trauzeugin vor.
Feierlich schritt Sandra (H., noch nicht ganz T.) den Kiesweg am Arm ihrer Mutter entlang. Am "Altar" übergab Doris ihre Tochter an Klaus und der (supernette) Pastor begann mit der Trauungszeremonie. Nach ein paar einleitenden Worten des Pastors trat Yvonne vor die Gäste und las das Gedicht "The hands of bride and groom" vor. Mitten in Yvonne's Vortrag erklangen auf einmal seltsame Grunzlaute und noch ehe wir richtig verstanden hatten, was hier gerade los war, sahen wir, dass ein riesiges schmatzendes Schwein mitten durch unsere Hochzeitsgesellschaft wanderte. Aber da wir ja wissen, dass Schweine Glück bringen, waren alle sehr angenehm amüsiert. Yvonne brachte ihr Gedicht nach der kurzen erheiternden Pause zu Ende, worauf der Pastor den zweiten Teil der Zeremonie einleitete. Daraufhin spielte Carlo ein Stück auf der Gitarre.
Anschliessend gaben sich beide ihr Eheversprechen, was bei allen Anwesenden die Tränchen in die Augen trieb... neeeeee, wie romantisch. Zu guter Letzt rundete Wolfgang die Zeremonie mit seinem Saxophon-Vortrag an. Was war das schön! Nach dem klassischen Teil mit den Ringen kam das große Knuutschen und Beglückwünschen. Daraufhin gab es an Stelle von Kaffee und Kuchen mal etwas ganz anderes (wie Sandra (jetzt endlich T.) und Klaus nunmal sind...), nämlich ein wunderschönes Picknick auf der Wiese, wo vorher auch die Trauung stattgefunden hatte. Wir sassen, assen und tranken, während Marc und Sandra B. parallel die Hochzeitsfotos mit Sandra und Klaus schossen. Immer wieder gesellte sich die dicke Sau zu uns, was zur allgemeinen Erheiterung beitrug.
Gegen ca. 17:00 Uhr wurde dann das Brautpaar in den Landrover gesetzt und in einem Auto-Konvoi mit einem anständigen Hupkonzert nach Hause gefahren. Zu Hause angekommen, trug Klaus die Braut standesgemäß über die Schwelle.
Das Haus war mittlerweile voll mit Leuten der Catering-Firma, die alle Vorbereitungen mehr oder weniger gut getroffen hatten. Nach und nach trudelten immer mehr Gäste ein, irgendwann mit ein wenig Verspätung dann auch die Band und last but not least auch DJ, der ab da nur noch DJ Too Late genannt wurde.
Und dann begann die Hochzeitsparty!
Die afrikanische Band rockte das Haus, im wahrsten Sinne des Wortes. Alles tanzte... und wie, gell Doris? (; Das Haus füllte sich immer mehr mit Gästen, die sich alle Mühe gaben, den Anlass des Tages ausgiebig und gebührend zu feiern. Alle hatten masslos Spaß. Gehen ca. 21:30 Uhr gab es dann sehr leckeres Essen, u.a. mehrere Sorten Fleisch und Chicken, diverse Obst- und Gemüsepfannen und später noch sehr schmackhafte Süßspeisen. Das Abendprogramm wurde weiterhin durch den Auftritt von Hayat (Klausi's Schwester) abgerundet, die mit ihrem beiden Söhnen Oscar und Carlo mehrere eindrucksvolle Bauchtanz-Stücke präsentierte. Gegen ca. 23:30 Uhr verliess die mittlerweile stark alkoholisierte Band das Haus (es scheint eine südafrikanische Unart zu sein, Parties (aus europäischer Sicht) viel zu früh zu verlassen), eine halbe Stunde später packte auch DJ Too Late seine CDs und Technik zusammen. Mittlerweile war die Zahl der Gäste auf den harten Kern zusammengeschrumpft, was aber die Stimmung in keinster Weise negativ beeinflusste. Auch Rudi, unser ältestes Partymitglied rockte wie wild und präsentierte zusammen mit Carlo kleine Breakdance-Einlagen. Nach und nach entschwanden schliesslich die Gäste, bis gegen ca. 04:00 Uhr nur noch Claudia, Stefan, Alex und ich übrig waren, noch ein letztes Bierchen tranken und dann auch endlich in die Koje fielen.
Was ein Tag, was ein Abend, was eine Nacht, was ein Party, was für eine wunderschöne Hochzeit. (An dieser Stelle möchte ich den Klaus kurz rügen, denn wie soll man so einen wunderschönen und perfekten Tag noch toppen können?). Man kann wirklich sagen, dass alles vom Wetter über die Zeremonie bis hin zum letzten Bier perfekt abgelaufen war, wir hatten quasi richtig Schwein... (;.
/brownie & burn
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