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Der heutige Tag sollte uns nach Robben Island führen.
Jedoch starteten wir den Tag zunächst, wie gewohnt, mit einem anständigen Frühstück, inkl. Mega-Masslos-Früchte-Müsli. Lekker!
Nach dem Frühstück sortierten Sandra und Klaus die ersten Hochzeitsbilder (ja, die Auswahl habe ich und ich werde Sie auch allen Hochzeits-Touris zur Verfügung stellen (;). Sandra, Rudi und ich entschlossen danach, dass wir den heutigen Tag mit Geschichte verbringen wollten. Ich reservierte telefonisch drei Tickets für den Besuch auf Robben Island. Diese Insel liegt ca. 7 km vor Kapstadt im Meer und diente u.a. lange Zeit als Gefängnis-Insel, auf der neben vielen anderen Schwarzen und "Coloured's" auch Nelson Mandela 27 Jahre seines Lebens inhaftiert war.
Die Fähre zu Robben Island sollte für uns um 12:00 Uhr von der V&A Waterfront ausgehen. Gegen 11:30 Uhr setzen wir uns also zusammen mit Rudi ins Auto, fuhren Richtung Waterfront und kamen dort ca. 10 Minuten vor der Abfahrt der Fähre an. Wir hetzten zum Ticketschalter, doch leider hatte die Fähre schon ohne uns abgelegt...
Wir tauschten unsere Tickets (freundlicherweise) gegen neue Tickets für die Ein-Uhr-Fähre und setzen uns mit Rudi für die verbleibende Stunde auf die Treppen vor dem "Nelson Mandela Gateway", welches direkt neben dem für die Waterfront bekannten Clocktower (Eines der ältesten Gebäude Kapstadt's!) steht. Dort beobachteten wir lange die (ebenfalls für die Waterfront typisch...) Tanzgruppe und genossen den Sonnenschein.
Um 13:00 Uhr ging es dann mit der Fähre endlich nach Robben Island.
Robben Island ist ein Thema für sich, auf das wir hier nur kurz eingehen möchten. Wir können nur jedem empfehlen, bei einem Besuch in Kapstadt einen Abstecher zu diesem Denkmal der Menschengeschichte zu machen. Wir haben hier einige tiefe Eindrücke in die Auswirkungen der Apartheid und des Rassenhasses gemacht. Unsere Stimmung war zwar nach dem Besuch zunächst sehr gedrückt, doch die Rückfahrt mit der Fähre bereitete uns schnell wieder ein Lächeln auf dem Gesicht (immerhin können wir ja nicht direkt etwas dafür, nur sollte es unsere Aufgabe sein, solche Ereignisse in der Zukunft aktiv zu verhindern!).
Während der Überfahrt standen wir mit Rudi unten auf dem Aussendeck und waren durch das Spritzwasser und die überschlagenden Wellen bald ziemlich durchgeweicht. Dennoch war es einfach herrlich, sich den Wind und das Salzwasser um die Nase wehen zu lassen (=
Zurück an der Waterfront machten wir ein kurzes Zigerattenpäuschen und beschlossen, wieder zu Vitalumina zu fahren.
Dort zogen wir uns kurz um und fuhren anschliessend ohne die anderen nach Camp's Bay, in der Absicht, den Abend mit einem Sundowner zu beenden. Leider kamen wir dort ca. zehn Minuten zu spät an, was uns aber nicht die Lust am Sundowner nehmen konnte. Wir sassen und tranken und bestellten uns zwischenzeitlich ein wenig Fladenbrot mit Humus (masslos leckeres Kichererbsen-Muss!), dazu Oliven und in Butter geschwenkte Paprike-Schnipsel.
Gegen 00:00 Uhr stand plötzlich ein Polizeiwagen vor der Tür, ein Kellner wechselte drei Sätze mit den Polizisten und weitere fünf Minuten später war der Laden leer. Also packten auch wir unseren Krempel und fuhren zurück nach Hause.
Bevor wir ins Bettchen gingen, genossen wir - einmal mehr - die wunderschöne Aussicht auf Hout Bay bei Nacht bei einem Gute-Nacht-Zigarettchen.
/brownie & burn
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